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Elektrische Fußbodenheizung: wo sie sich lohnt und wo der Strom zu teuer wird

Eric Wolfer

Eric Wolfer, Heizungsbaumeister · 6 Min. Lesezeit

Was kostet es bei Ihnen?

Der Kostenrechner im Text nennt Ihre Preisspanne nach ein paar Angaben zu Fläche und Estrich.

Wie funktioniert eine elektrische Fußbodenheizung?

Eine elektrische Fußbodenheizung wandelt elektrische Energie direkt in Wärme um. In der Matte oder Folie liegen Heizleiter, die sich erwärmen, sobald Spannung anliegt. Der Bodenbelag nimmt die Wärme auf und gibt sie als Strahlungswärme ab. Rohre und Verteiler braucht sie nicht. Angeschlossen wird sie trotzdem fest, mit eigenem Thermostat, nicht über eine Steckdose.

Fachleute zählen sie zu den Direktheizungen, sie ist eine Elektroheizung im Boden. Jede Kilowattstunde Heizwärme ist eine Kilowattstunde aus dem Netz. Genau das macht sie einfach im Einbau und teuer im Betrieb.

Heizmatten und Heizkabel

Heizmatten sind das, was die meisten meinen, wenn sie von einer elektrischen Fußbodenheizung sprechen. Ein dünnes Heizkabel ist schlangenförmig auf ein Glasfasergewebe genäht, die Matte wird ausgerollt und direkt im Fliesenkleber verlegt. Die übliche Heizleistung liegt bei 150 bis 200 Watt pro Quadratmeter. Lose Heizkabel arbeiten genauso, passen sich aber besser an verwinkelte Grundrisse an, etwa um eine Duschtasse herum.

Heizfolien unter Parkett und Laminat

Heizfolien sind flach wie Papier und kommen unter schwimmend verlegtes Laminat oder Parkett. Ihre Heizleistung ist geringer, dafür beträgt die Aufbauhöhe nur wenige Millimeter. Wer ein Schlafzimmer mit Holzboden fußwarm machen will, landet meist bei Heizfolien.

Was kommt unter die elektrische Fußbodenheizung?

Unter die Heizmatte gehört ein fester, ebener Untergrund. Auf einem alten Estrich oder auf vorhandenen Fliesen kann sie liegen, solange nichts wackelt und nichts hohl klingt. Was viele vergessen: Ohne Dämmung darunter heizt die Matte zuerst den kalten Untergrund. Eine Dämmplatte von 6 bis 10 Millimetern unter der Matte sorgt dafür, dass die Oberfläche nach wenigen Minuten warm wird statt nach einer Stunde.

Darauf kommt der Fliesenkleber oder eine Ausgleichsmasse, in die das Heizkabel vollständig eingebettet wird. Ein Fühler im Belag misst die Temperatur und meldet sie an den Thermostat. Ohne diesen Bodenfühler kann der Belag zu heiß werden, was vor allem Holz übel nimmt.

Ihre Preisspanne in zwei Minuten

Fläche, Etagen, Untergrund: Der Rechner nutzt dieselben Preise wie unsere Angebote. Die Spanne sehen Sie sofort und bekommen sie zusätzlich per E-Mail.

Welcher Bodenbelag passt?

Fliesen und Naturstein leiten am besten, deshalb ist das Badezimmer der klassische Ort für Heizmatten. Parkett und Laminat gehen auch, wenn der Hersteller sie für Fußbodenheizung freigibt und die Oberfläche nicht wärmer als etwa 27 Grad wird. Teppich bremst stark. Welcher Bodenbelag auf welche Heizung passt, steht ausführlich in unserem Beitrag zum Bodenbelag auf der Fußbodenheizung.

Was kostet eine elektrische Fußbodenheizung?

In der Anschaffung ist die elektrische Fußbodenheizung die günstigste Fußbodenheizung, die es gibt. Die Heizmatten kosten rund 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter, mit Verlegung im Bestand eher 20 bis 50 Euro. Für ein kleines Badezimmer mit 4 Quadratmetern freier Fläche liegt das Material also bei wenigen hundert Euro.

Was die Rechnung größer macht als gedacht, sind die festen Posten. Thermostat und Bodenfühler gehören dazu, und den Anschluss macht ein Elektriker, im Badezimmer mit eigenem Fehlerstromschutzschalter. Bei 4 Quadratmetern fallen diese Posten viel stärker ins Gewicht als die Matte selbst. Was eine wassergeführte Fußbodenheizung im Vergleich kostet, zeigt unser Überblick, was eine Fußbodenheizung kostet.

Stromverbrauch: Rechenbeispiel für ein kleines Bad

Der Betrieb entscheidet, ob es sich lohnt, elektrisch zu heizen. Ein Beispiel, das Sie mit Ihren eigenen Zahlen nachrechnen können:

Bad, 4 m² Heizmatte
Leistung der Matte 150 W/m², zusammen 600 W
Laufzeit im Winter 2 Stunden pro Tag
Verbrauch pro Tag 1,2 kWh
Heiztage 180
Verbrauch pro Winter 216 kWh
Kosten bei angenommenen 35 Cent pro kWh rund 76 Euro

Für warme Füße am Morgen und am Abend ist das vertretbar. Anders sieht es aus, wenn die Matte den ganzen Tag laufen soll, weil der Raum keine andere Heizung hat. Dann verdoppelt sich der Verbrauch schnell, und bei Fehlstellung am Thermostat läuft sie auch nachts. Wer mit einer Elektroheizung dauerhaft heizen will, spürt ihre Nachteile zuerst auf der Stromabrechnung. In einem Rechenbeispiel der Verbraucherseite co2online kommt eine elektrische Fußbodenheizung als Heizung auf rund 11 Euro am Tag und etwa 1.900 Euro im Jahr.

Der Grund ist schlicht: Eine Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Netzstrom drei bis vier Kilowattstunden Heizwärme, weil sie Energie aus der Luft oder dem Erdreich dazuholt. Die Heizmatte macht aus einer Kilowattstunde genau eine.

Vorteile und Nachteile im Vergleich

Die Vorteile von elektrischen Fußbodenheizungen liegen beim Einbau. Die Aufbauhöhe bleibt oft unter einem Zentimeter, und die Fläche wird schnell warm, weil wenig Masse erwärmt werden muss.

Dazu kommt etwas, das gerade im Altbau zählt: Sie lässt sich in einem einzelnen Zimmer nachrüsten, ohne die Heizungsanlage anzufassen.

Die Nachteile von elektrischen Fußbodenheizungen liegen beim Betrieb:

  • Strom ist der teuerste Energieträger. Die laufenden Kosten pro Kilowattstunde sind mehrfach so hoch wie bei einer wassergeführten Heizung mit Wärmepumpe.
  • Sie kann nur heizen. Kühlen im Sommer geht nur mit Wasser in den Rohren, mehr dazu im Beitrag zum Kühlen mit der Fußbodenheizung.
  • Ein Defekt sitzt unter den Fliesen. Ein Kabelbruch lässt sich zwar orten, aber nicht ohne Aufstemmen reparieren.
  • Nicht unter Möbel. Unter Badewanne und Schrank darf keine Matte verlegt werden, sonst staut sich die Hitze. Die beheizte Fläche ist deshalb kleiner als das Zimmer.

Ab wann die wassergeführte Fußbodenheizung die bessere Wahl ist

Die Grenze ist weniger eine Zahl als eine Frage: Soll der Belag nur angenehm sein, oder soll er den Raum heizen? Für ein kleines Bad, das nur morgens und abends genutzt wird, ist die Heizmatte die richtige Lösung. Bei den Nachteilen der elektrischen Fußbodenheizungen kommt es dann kaum auf die Stromrechnung an. Soll die Fläche dagegen im Wohnzimmer oder im ganzen Erdgeschoss die Heizkörper ersetzen, rechnet sich nur die wassergeführte Variante.

Viele scheuen sie im Altbau, weil sie an Estrich rausreißen und Wochen Baustelle denken. Das muss nicht sein. Beim nachträglichen Fräsen schneiden wir die Kanäle für die Rohre direkt in den vorhandenen Estrich, und der Fußboden bleibt so hoch, wie er ist. Die Rohre werden dabei in einem Raster verlegt, das wir für jedes Zimmer berechnen. Wo die Schicht zu dünn ist oder Holzbalken darunter liegen, kommt das Klettsystem infrage. Wie die Schichten jeweils liegen, erklärt der Beitrag zum Aufbau einer Fußbodenheizung.

Ob sich Ihr Untergrund zum Fräsen eignet, zeigt die kostenlose Test-Bohrung. Danach wissen Sie, welche der beiden Heizungen für Ihr Haus die günstigere ist, bevor Sie einen Euro ausgeben.

Eric Wolfer, Heizungsbaumeister und Gründer von Wolfer Heizung und Sanitär

Eric Wolfer

Heizungsbaumeister und Gründer der Wolfer Heizung und Sanitär GmbH, Ottweiler

Seit über 15 Jahren im Heizungsbau, seit einigen Jahren mit seinem Team auf das Nachrüsten von Fußbodenheizungen spezialisiert. Estrichstärke und Zustand prüft sein Team bei der Test-Bohrung persönlich vor Ort. Erst danach entsteht ein Angebot.

Wissen, was es bei Ihnen kostet

  • Kostenlose Test-Bohrung vor Ort
  • Festpreisangebot nach der Besichtigung
  • Förderberatung inklusive
  • 5 Jahre Materialgarantie
Mitarbeiterin von Wolfer im Büro bei der telefonischen Beratung

Häufige Fragen zur elektrischen Fußbodenheizung

Was kostet 1 qm elektrische Fußbodenheizung?

Das Material kostet rund 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter, im Altbau mit Verlegung eher 20 bis 50 Euro. Dazu kommen der Thermostat und der Anschluss durch einen Elektriker, die bei kleinen Flächen stark ins Gewicht fallen.

Ist eine elektrische Fußbodenheizung im Bad sinnvoll?

Ja, als Zusatzheizung für warme Fliesen in einem kleinen Bad ist sie sinnvoll. Sie läuft nur, wenn jemand den Raum gerade nutzt, und braucht keinen Platz für Rohre. Als einzige Heizung für das ganze Haus werden die Stromkosten auf Dauer zu hoch.

Wie viel Strom verbraucht eine elektrische Fußbodenheizung?

Eine Heizmatte zieht meist 150 bis 200 Watt pro Quadratmeter, solange sie heizt. Ein Badezimmer mit 4 Quadratmetern Matte braucht bei zwei Stunden Betrieb am Tag rund 1,2 bis 1,6 Kilowattstunden. Über einen Winter sind das einige hundert Kilowattstunden.

Was kommt unter die elektrische Fußbodenheizung?

Unter die Heizmatte gehört ein tragfähiger, sauberer Untergrund, am besten mit einer dünnen Dämmplatte, damit die Wärme nach oben geht und nicht in den Estrich. Die Matte liegt dann im Fliesenkleber oder in einer dünnen Ausgleichsmasse.

Kann man eine elektrische Fußbodenheizung selbst verlegen?

Das Verlegen der Matte schaffen geübte Heimwerker. Den Anschluss muss im Badezimmer ein Elektrofachbetrieb machen, mit eigenem Fehlerstromschutzschalter. Sonst erlischt im Schadenfall oft der Versicherungsschutz.

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